Sie begleiten ein Kind im Krankenhaus und machen sich Sorgen oder möchten gut vorbereitet sein? Hier finden Sie Informationen dazu, warum Ihre Beobachtungen wichtig sein können, wann Sie Veränderungen ansprechen sollten und welche Materialien Sie im Klinikalltag unterstützen.
Sie möchten elterliche Warnhinweise strukturiert einbinden? Hier finden Sie Informationen zur fachlichen Grundlage, zu internationalen Erfahrungen, zur Pilotierung und zu Möglichkeiten der Umsetzung in klinischen Abläufen.
Eltern und enge Bezugspersonen bemerken häufig früh, wenn sich der Zustand eines Kindes verändert. Manchmal können sie diese Veränderung nicht medizinisch einordnen, aber sie spüren: Etwas stimmt nicht. Lines Vermächtnis setzt – aus einem tragischen Vorkommnis – genau dort an. Das Projekt will im Gedenken an die kleine Line dazu beitragen, solche Hinweise im Klinikalltag strukturiert aufzunehmen, ernst zu nehmen und in die klinische Einschätzung einzubeziehen.
- Hören und Speak-up: Eltern und Bezugspersonen werden ermutigt, Sorgen frühzeitig anzusprechen.
- Strukturieren: Klinische Teams erarbeiten Abläufe, um Warnhinweise systematisch aufzunehmen und einzuordnen.
- Handeln: Kritische Veränderungen sollen früher erkannt und angemessen eskaliert werden.
Die zweijährige Line war ein fröhliches Kind. Sie erkrankte im April 2024 und wurde von ihren Eltern ins Krankenhaus gebracht. Dort verschlechterte sich der Zustand des kleinen Mädchens. Ihre Mutter hatte mehrfach auf Veränderungen hingewiesen. Line verstarb im Krankenhaus.
Dieser tragische Vorfall ist Anlass für das Projekt “Lines Vermächtnis” Gemeinsam mit Lines Mutter entwickelte die DGPS ein Konzept, den Elternwarnsignal-Dialog, um elterliche Beobachtungen systematisch in klinische Entscheidungsprozesse zu integrieren.
“Eltern kennen ihr Kind am besten. Lines Schicksal zeigt eindringlich, wie wichtig es ist, die Beobachtungen von Eltern ernst zu nehmen. Wenn sie den Eindruck haben, dass etwas nicht stimmt, kann das ein entscheidender Hinweis für die klinische Einschätzung sein. Ihre Stimme kann Leben retten.”
— Michelle Bayona, Mutter von Line und Schirmherrin von “Lines Vermächtnis”
Als erste Kooperationspartner-Klinik hat die Kinderklinik im Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf dank Förderung von Hamburg macht Kinder gesund e.V. mit „Lines Vermächtnis“ im Februar 2026 die Erprobung gestartet. In den kommenden Monaten werden mit wissenschaftlicher Begleitung Abläufe und Schulungsbausteine getestet. Wir freuen uns auf die Praxiserfahrungen und laden weitere Kliniken ein, sich zu beteiligen.
- Michelle Bayona – Schirmherrschaft
- DAK-Gesundheit
- Kinderklinik UKE
Der Projekt-Flyer fasst die wichtigsten Informationen zu Lines Vermächtnis zusammen – zum Hintergrund des Projekts, zur Bedeutung elterlicher Warnhinweise und zu den Möglichkeiten, sich weiter zu informieren oder Kontakt aufzunehmen.
Sie können den Flyer hier herunterladen.
Für Fragen zum Projekt, Kooperationsanfragen und Presseanfragen:
Hardy Müller – Generalsekretär, Deutsche Gesellschaft für Patientensicherheit (DGPS)
hardy.mueller@patientensicherheit.de
Für Presseanfragen zusätzlich:
Michelle Bayona – Initiatorin von „Lines Vermächtnis“, Mutter von Line
info@fokus-behandlungsfehler.de, Tel. 0160-95698261